La Defense – ArchitekTour in Manhattan-sur-Seine

Die ersten Entwürfe für die Verlängerung der Königlichen Achse in die Vorstadt hinaus gehen auf Le Corbusier zurück, aber erst 1958 konnte man das erste Gebäude – die Kongresshalle CNIT mit ihrer gewagten Dachkonstruktion – bestaunen. Heute bilden einige Skulpturen im Umkreis den Auftakt für das „Freiluftmuseum der Moderne“.

Nach einer weiteren Schaffenspause begann westlich von Paris eine erneute, schubweise Bautätigkeit. Seit der sogenannten 3. Phase sind den Baumeistern strenge Auflagen erlassen (wenn auch nicht ganz freiwillig). Fulminant wurde die auf 8 km verlängerte Sichtachse mit dem „Bogen der Brüderlichkeit“, der Grande Arche de la Defense abgeschlossen. Der dänische Architekt van Spreckelsen wurde von Mitterand in einem Wettbewerb ausgewählt, pünktlich zur 200-Jahr-Feier der Revolution den „dritten“ Triumphbogen zu errichten. Der monumentale Würfel aus weißem Carrara-Marmor gewährt übrigens von der Plattform eine phantastische Sicht in den Westen der Ile de France.

Seit Ende der 90er Jahre ist neues Leben zu verzeichnen – Stararchitekten sind mit Lückenbebauung beauftragt. Futuristische Glaspaläste wie EDF/PB6 von Pei, Cobb & Partners oder Coeur Defense von Viguier ziehen in Manhattan-sur-Seine die Aufmerksamkeit an sich.

» Die große Gefahr der modernen Architektur
ist der Bazillus der Monotonie.«
Alvar Aalto (1898-1976)
Letztes Update: 10/2010