Auf Heines Spuren – bei Rothschilds, George Sand und Mathilde

In Deutschland von der Zensur eingeengt, empfindet der Düsseldorfer Dichter den freien Geist der „Grande Nation“ wie eine Offenbarung. Animiert durch die Juli-Revolution 1830 macht sich der junge Heine ein Jahr später auf den Weg, in der Seinemetropole als Schreiber Fuß zu fassen.

Gemeinschaftlich eilen wir zum Palais Royal, um dem Bürgerkönig einen Besuch abzustatten. Von hier aus schwenken wir ins Sentier-Viertel - dem Quartier der Presseleute, mokieren uns über den Börsenklotz und scharwenzeln in der Panorama-Passage den schönen Pariserinnen hinterher.

Bei einer weiter gefassten Tour ist Zeit, die Architektur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts näher zu beleuchten, Heines Freunde und Zeitgenossen kennen zu lernen und mit dem geräuschempfindlichen Poeten auf rastlose Wohnungssuche zu gehen.

Sein letzter Weg führte ihn von der grausamen Matratzengruft an den Champs-Elysées die nördlichen Anhöhen der Stadt hinauf. Auf dem Friedhof des Montmartre-Viertels ist das Grab Heines und seiner Frau „Mathilde“ ein richtiger Pilger-Ort geworden.

»Sagen Sie den Leuten, daß,
wenn im Meere ein Fisch den anderen nach seinem Befinden fragt,
so antworte dieser: ich befinde mich wie Heine in Paris.«

Heinrich Heine (1797-1856)
Letztes Update: 10/2010