Montmartre – Martyrium, Mühlen und Maler

Einer der schönsten Wege auf den Montmartrehügel beginnt am berühmten Cabaret Moulin Rouge und führt über die Marktstraße Rue Lepic. Auf die höchste natürliche Erhebung der Stadt gelangt man auf der Spur der Maler aus der Jahrhundertwendezeit. Impressionisten wie Renoir haben den Hügel als Viertel der Künstler bereits Ende des 19. Jahrhunderts etabliert. Wenig später machte Picasso aus seinem Atelier die Geburtsstätte des Kubismus.


Etwas von den klassischen Touristenpfaden entfernt kann man noch Spuren des alten Dörfchens entdecken, welches 1860 nach Paris eingemeindet wurde. Von den ehemals über dreißig Windmühlen sind noch zwei im Straßenbild versteckt. Die Reste eines 2000-jährigen Tempels gilt es zu finden und auch den letzten Weinberg von Paris. Am ersten Oktoberwochenende spielt sich um die Reben herum ein richtiges Volksfest mit Prozession und Weinversteigerung ab.


Nach dem „mühsamen“ Aufstieg wird man mit einer der schönsten Aussichten über Paris belohnt: von der Treppe vor der „Zuckerbäckerbasilika“ Sacre-Coeur aus, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Hügels.

»Die Aufgabe des Künstlers besteht darin,
das darzustellen, was zwischen dem Objekt und dem Künstler steht,
nämlich die Schönheit der Atmosphäre, das Unmögliche.«

Claude Monet (1840-1926)
Letztes Update: 10/2010