Paris Thematisch

Den Augenblick einfangen - den Impressionisten auf der Spur

 

"Verweile doch, Du bist so schön". Monets Sonnenaufgang, 1882 auf dem Salon ausgestellt, war die Initialzündung für eine neue Kunstepoche. Durch die Erfindung der bequemen Farbtuben waren die Maler nicht mehr an das Atelier gefesselt und zogen nun in Scharen in die Malgründe in der Natur, um Stimmungen und Lichtspiele einzufangen, die Form trat in den Hintergrund.

Am Montmartre oder vor den Toren von Paris auf der Île der la Jatte oder in Chatou kann man der Lebenswelt der Künstler nachspüren. Ihre Werke lassen sich im Musee d'Orsay, im Musee Marmottan oder in der Orangerie bewundern. Für Monet-Fans ist ein Ausflug entlang der Seine nach Giverny ein Muss, dessen Seerosen-Paradies zu Monets "Religion" und immerwährenden Lebensthema wurde.


Das Napoleonische Zeitalter

Als 15jähriger kam Napoleon 1784 nach Paris, um an der Königlichen Militärschule den letzten Schliff zu bekommen. Bereits ein Jahr später trat er als Offizier in den Dienst des königlichen Heeres. Nach Triumphen in Italien wurde er - nunmehr General der Revolutionstruppen - in Paris groß gefeiert. Einige architektonische Souvenirs ließen Bonaparte auch nach dem Ägyptenfeldzug als Sieger dastehen. Immerhin hat er den Befehl, Kunstwerke für das junge Louvre-Museum zu erbeuten, äußerst erfolgreich ausgeführt.

Nach dem Staatsstreich 1799 lagen die Geschicke des ganzen Landes in den Händen des neuen 1. Konsuls, der sich 1804 in Notre Dame selbst zum Kaiser krönte. Bis er 1815 nach der Niederlage in Waterloo endgültig aus der Stadt verbannt wurde, begann er damit, Paris ein antikes Gesicht zu geben. Aus dieser Zeit stammen die Kolonaden der Nationalversammlung, die gegenüberliegende Madeleine-Kirche, die Austerlitz-Säule auf dem Place Vendôme und der berühmte Arc de Triomphe. Durch diesen wurde der Kaiser nach Paris zurückgeholt, bevor er in den Sarkophag im Invalidendom gebettet wurde.

Dass Napoleon einst den Obelisk auf dem Concorde-Platz in Ägypten mitgehen ließ, ist jedoch nur eine sich hartnäckig haltende Legende.


Auf Heines Spuren – bei Rothschilds, George Sand und Mathilde

In Deutschland von der Zensur eingeengt, empfindet der Düsseldorfer Dichter den freien Geist der „Grande Nation“ wie eine Offenbarung. Animiert durch die Juli-Revolution 1830 macht sich der junge Heine ein Jahr später auf den Weg, in der Seinemetropole als Schreiber Fuß zu fassen.

Gemeinschaftlich eilen wir zum Palais Royal, um dem Bürgerkönig einen Besuch abzustatten. Von hier aus schwenken wir ins Sentier-Viertel - dem Quartier der Presseleute, mokieren uns über den Börsenklotz und scharwenzeln in der Panorama-Passage den schönen Pariserinnen hinterher.

Bei einer weiter gefassten Tour ist Zeit, die Architektur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts näher zu beleuchten, Heines Freunde und Zeitgenossen kennen zu lernen und mit dem geräuschempfindlichen Poeten auf rastlose Wohnungssuche zu gehen.

Sein letzter Weg führte ihn von seiner grausamen Matratzengruft an den Champs-Elysées wieder die nördlichen Anhöhen der Stadt hinauf. Auf dem Friedhof des Montmartre-Viertels ist das Grab Heines und seiner Frau „Mathilde“ ein richtiger Pilger-Ort geworden. 


Alles Grün - pariser Gärten

Wer der Stadt Paris aufs Dach steigt, kann feststellen, dass sie inmitten ihres Häusermeeres erstaunlich viel Grünes bietet. Die Stadtgärtner kümmern sich um ein Fülle an kreativ gestalteten Gartenanlagen. Außerdem greift der Trend des Urban Gardening um sich, auf den Pariser Hügeln wird (wieder) Wein gezogen und auf früheren Bahntrassen reifen Tomaten.

Bei einem Reiseprogramm ins Grüne suchen wir den ältesten Baum von Paris und lernen Akanthusblätter kennen, die bereits den Römern als Vorbild zur Gestaltung von Säulen dienten.Neben historischen Grünoasen wie den Tuilerien und dem Luxemburg-Garten flanieren wir auch durch grüne Hinterhöfe und versteckte Oasen und genießen die verspielten Gartengestaltungen der heutigen Zeit.


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»Sagen Sie den Leuten, daß,
wenn im Meere ein Fisch den anderen nach seinem Befinden fragt,
so antworte dieser: ich befinde mich wie Heine in Paris.«

Heinrich Heine (1797-1856)